Montag, 31. Juli 2017

Reise in den Süden ****

















Schluss mit der Sommerpause - rein ins hochkalorische, herzhafte Vergnügen! Nach über 6 Wochen Abstinenz lockt das Allgäu als ausgewiesenes Kässpatzen-Land. Doch am Zielort erst mal tote Hose. Das verschlafene Wertach war vielleicht in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts ein touristischer Hotspot. Heutzutage muss man lange durch die Straßen cruisen, um überhaupt mal ein offenes Lokal zu finden.

Optisch würde man den Olivenbauer eher in südländischen Gefilden verorten, doch die Speisekarte rubriziert unter "Heimweh" eine ganze Reihe Allgäuer Spezialitäten. Erleichtertes Aufatmen! Also müssen wir den Hunger doch nicht mit Pfannengyros und Tsatsiki stillen.

Menge: diese Riesenportion ist selbst für einen hungrigen Gourmand nicht zu annähernd schaffen - gottseidank packt der Service in weiser Voraussicht gleich die Reste ein
Spätzle: mollige, knöpfleartige Exemplare
Käse: vollmundiger, würziger Bergkäse mit Emmentaler
Zwiebeln: selbstgemachte knackig-krosse Röstzwiebeln zum Sattessen
Viskosität: angenehm gummiartig und kompakt
Beilage: der an sich unspektakuläre grüne Salat wird von einer sensationellen, hausgemachten dunklen Senfmarinade gekrönt, die man sich am liebsten literweise abfüllen möchte
Zubereitungszeit: 20 Minuten
Abgang: macht gleich 2x pappsatt (die Reste gibts zum Abendessen)
Preis: überaus günstige 8,90 Euro (inkl. Beilagensalat)
Bewertung: Mediterrane Speisen mit Allgäuer Traditionskost zu kreuzen und das Ganze in einem leicht shabby Ambiente zu servieren, mag ein gelungener Marketing-Gag sein. Wir waren von Geschmack, Kreativität und Preis auf jeden Fall begeistert.

Lokalität: Beim Olivenbauer
Marktstr. 46 
87497 Wertach
Tel. 08365 /1818
E-Mail:
info@beim-olivenbauer.de

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