Samstag, 17. Oktober 2009

Die besten Kässpätzle nördlich des Neckars *****















Zugegeben: Die Idee für diesen Kässpätzle-Blog trage ich schon recht lange mit mir herum. Doch virulent wurde diese Vision nicht im schwäbischen Stuttgart oder Tübingen, sondern fernab der Heimat.

Man stelle sich folgendes Szenario vor: seit acht Tagen sind acht Teilnehmer der Best-of-Wandern Wanderrallye 2009 schon zu Fuß unterwegs. Nach Baiersbronn im Schwarzwald und dem luxemburgischen Müllerthal durchkämmen wir nun das Hochsauerland (für meine Begriffe nicht gerade ein lukullisches Eldorado). Unter feuchtkaltem Nieselregen steigen wir missmutig vom Clemensberg hinab und schieben einen kolossalen Kohldampf.

Heimlich stelle ich mir schon ein deftiges Essen vor und dekliniere mit Steffie aus Innsbruck und Steffi aus Niedersachsen probeweise verschiedene Rezepte, Zubereitungsarten und Variationen durch. Angesichts der Speisekarte im Heide-Hotel Hildfeld reibe ich mir allerdings ziemlich verwundert die Äuglein: Käsespätzle?? Bei den Nordrhein-Wandalen? Einfach unglaublich. Anderthalb Stunden später zeigt sich, dass sich der mutige Versuch mehr als gelohnt hat.

Menge: 1 Portion könnte glatt 3 Personen satt machen
Spätzle: unbekannte Herkunft (schmeckten aber verdächtig handgeschabt!)
Zwiebeln: handgeschmälzt und überaus würzig
Viskosität: zähflüssig
Beilage: gemischter, bunter Beilagensalat
Zubereitungszeit: eine geschlagene Stunde (die es wert war, zu warten)
Abgang: sämig
Preis: 8,90 Euro (inkl. Salat)
Bewertung: Großartige Leistung eines kosmopolitisch veranlagten, über den eigenen Tellerrand hinausblickenden Küchenchefs! Minimaler Punkteabzug durch die lange Zubereitungszeit trotz Vorankündigung unserer Gruppe. Trotzdem: weiter so!

Lokalität: Heide-Hotel Hildfeld

Inhaber: Thomas und Erhard Pretzsch

Am Ufer 13
D-59955 Winterberg-Hildfeld
Telefon: +49-(0)2985-8030
Telefax:+49-(0)2985-345


Kommentare:

  1. Sebastian Gross (Karlshafen)28. Dezember 2011 um 20:08

    Ende Januar reise ich zum Wintersport ins Sauerland und bin via Google auf diesen Blog und diese Empfehlung gestossen. Ich werde den Wirt herzlich grüssen und bin schon sehr gespannt auf seine Spätzleschabspezialitäten.

    AntwortenLöschen
  2. Back to the roots: habe eben die Historie noch einmal Revue passieren lassen und musste mir ein paar sentimentale Tränen aus den Augenwinkeln wischen. Steffi aus Niedersachsen ist inzwischen verheiratet und macht gerade den Jagdschein. Steffie aus Innsbruck hat die halbe Welt bereist und in Afrika Wunden verbunden. Nur Ingeborg aus Böblingen hängt immer noch abhängig an der Nadel, ähhh, an den Spätzle.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ..."ist inzwischen verheiratet und macht den Jagdschein"... hmmmmm... Zusammenhang? ;-)

      Löschen
  3. Immer wieder eine tolle Story! Ich wünschte, ich wäre dabei gewesen.

    AntwortenLöschen
  4. Ich glaube, diese Käsespätzle waren die östlichsten in meiner Test-Serie. Wer bietet mehr?

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Kässpätzel-Testesserin, vielen Dank für diesen Tip. Wir fahren immer zum Wintersport nach Winterberg und würden ganz gerne mal dieses Lokal besuchen. Dürfen wir Grüße übermitteln?

    AntwortenLöschen
  6. Und welche Spätzle waren die nördlichsten?

    AntwortenLöschen
  7. Yippiehh, nun linkt auch das Heidehotel Hildfeld von seiner Homepage auf diesen Blog! Dankeschön!

    AntwortenLöschen
  8. Marlies Engemann29. Januar 2014 um 12:10

    Hallo! Habe die Käsespätzle inzwischen auch getestet,
    und ich sage : Ich habe nie bessere gegessen!!!!! Und ich war echt sehr oft in Österreich und habe sie dort oft in verschiedenen Lokalen probiert. Weiter so im Heidehotel und Danke für das leckere Essen

    AntwortenLöschen
  9. Freut mich sehr, dass mein Tipp und mein ursprüngliches Initialerlebnis für diesen Blog auch bei anderen so gut ankommt. An manchen Tagen wünsche ich mich glattwegs wieder nach Winterberg zurück!

    AntwortenLöschen
  10. die Käsespätzle waren ein Traum,sogar meine Enkelkinder waren begeistert

    AntwortenLöschen
  11. Hallo Christoph, dahin werden doch wohl die neuen Wanderschuhe tragen, oder?

    AntwortenLöschen